CrossFit Open

Buns n' Burpees

Und da bin ich wieder. Freunde, was war das für ein Wochenende? Open-Event in unserer Lieblingsbox! Ich gebe zu, von meiner Seite war erst mal kein Blogbeitrag mehr geplant, alle Themen schienen mir schon zu genüge behandelt, aber als am Donnerstag Emu fragte, ob ich über's Event schreiben wolle, konnte ich dann doch nicht nein sagen. "Schreib doch einfach aus Deiner Sicht, wie Du alles so erlebt hast.", meinte er. Äh, ja, das kann dann schon mal speziell werden und muss mit Crossfit nicht viel zu tun haben. Darum hier erst mal ein Link zu einer Seite mit wertvollen Tipps zum Vermeiden von Rissen im Käsekuchen. Ich füge ergänzend hinzu, beige Fugenmasse aus dem Baumarkt hilft auch weiter und fällt optisch gar nicht so auf, kleiner Scherz.

Donnerstag, 1. März 2018

Ja, an diesem Tag hat Laing nicht nur endlich mal wieder ein Video veröffentlicht, nein, mit Emu's Bitte kam mein persönlicher Open-Event-bei-CFWI-Zug ins Rollen. Bis dahin hatte ich eigentlich nur die Abgabe eines Kuchens mit baldigem Rückzug geplant. Die Durchführung des Workouts hatte ich bei zuvor von mir eingeschätzter Machbarkeit für Freitag und vielleicht Montag vorgesehen. Donnerstagabend sollte es noch mal ins Training gehen, um den Körper rechtzeitig wachzurütteln. Was stand auf dem Programm? Warm-up in Form eines "Almost death by burpees". Super Einfall. Der Kraftteil bestand aus etlichen Runden des Komplexes High hang Clean - Hang Clean - Front Squat - Split Jerk, gefolgt von einem abschließenden Metcon aus 21-15-9 Cleans mit Boxjumps. Schön. Schön anstrengend.

Freitag, 2. März 2018

Ich gebe zu, für die Live-Übertragung der Verkündung des 18.2-Workouts aus Gibsonia, Pennsylvania, war ich dann wider Erwarten doch zu müde, aber gleich nach dem morgendlichen Ritual 5x in Achtminutenabständen die Schlummertaste des Weckers zu betätigen war ich dann auch schon aufnahmebereit, um mir alles Wissenswerte zu 18.2 zu Gemüte zu führen. "18.2 is going to burn." meinte Chef-Unke Dave Castro. Was war sein Plan? Zwei Workouts zum Preis von einem - erst 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10 reps von Dumbbell squats und Bar-facing burpees (mit Rx-Gewichten von 22,5 kg bzw. 15 kg. Pro Dumbbell. Mit einer Dumbbell links. Und einer rechts.), das war Workout 18.2, nur um dann nach erfolgreicher Wiederbelebung durch den Judge noch das 1-rep-max im Cleanen zu bestimmen, das war das Workout 18.2a. Tutti completti in 12 Minuten. Jawoll.

Der Sofort-Formcheck, das Aufstehen, zeigte, dass meine Beine auch schon mal frischer waren. Prima. Wie meinte Chef Castro? Wer 18.2 skaliert absolviert, mit 15 bzw. 10 kg als Dumbbellgewicht, dessen 18.2a-Clean wird ebenfalls skaliert gewertet und landet somit in der Rangliste hinter dem letzten 18.2-Rx-Absolventen, der nur 1 lbs (0,453592 kg) cleaned. Somit war bei mir jegliche Motivation, am Abend im Clean endlich mal die 200 kg anzugreifen, dahin, war ich mir doch selbst bei einem Dumbbell-Gewicht von 15 kg nicht ganz sicher, ob mir die Zeit für vollständiges Absolvieren von 18.2 reichen würde. Lange Rede, kurzer Sinn - Judge Nici hat mich sicher durchs Workout geleitet und am Ende konnte ich sogar noch geradeaus laufen.

Nach Abschluss des letzten Heats, mir fiel im Gespräch mit Steffi auf, dass ich immer Rennen statt Heat sage, dabei rennt eigentlich niemand, ging es schon ans Aufbauen. Und wer da alles noch blieb, um zu helfen...Klasse! Ehrlich gesagt, unterschätzt man doch schon mal schnell, wie viel Arbeit hinter so einer Veranstaltung steckt - Racks abbauen und raustragen, Rudergeräte rausschieben, die Party-Hocker raushieven, also diese 45 kg-Dumbbells, die Benchpress-Bänke unfallfrei runterheben und zusammen mit den Holzboxen als Sitzgelegenheiten um die Arena, so nenne ich einfach mal die aus fünf fein säuberlich abgeklebten Zonen bestehende Spielwiese der Athletinnen und Athleten, aufstellen...ging alles dank vieler zupackender Hände erstaunlich fix. Überhaupt das Abkleben...hier zeigte Mr. Mobility und Lichtgestalt Robert als Underpresser des Tapes eines seiner vielen Talente. Was ich anfangs noch als übertriebenen Aufwand eingeschätzt habe, nämlich fünf Workout-Bereiche durch Absperrband deutlichst zu kennzeichnen und sogar den Bereich für die Dumbbell-Squats und die Position der Hantelstange zu markieren, sollte sich am Tag drauf durchaus als hochgradig sinnvoll erweisen. Schließlich ging es am Samstag in der ein oder anderen Zone in dem ein oder anderen Heat in Sachen Menschenansammlung zu wie in Tokyos U-Bahn zur morgendlichen Rush-hour oder, noch schlimmer, wie bei Aldi, wenn es wieder Waffeleisen und Bettwäsche am selben Tag im Angebot gibt. Dass meiner Kenntnis nach niemand durch fliegende Dumbbells oder Hanteln zu Schaden kam, ist wohl nicht zuletzt auf das Einrichten von speziellen Dumbbell-Abwurf-Korridoren zurückzuführen. Der Einzige, der seine Kurzhantel auf die eigenen Füße bekam, war Mark Bigfoot Brohm am Freitag.

Samstag, 3. März 2018

Dachte ich am Vorabend noch, es sei schon alles erledigt, zeigten etliche Mitglieder unserer Community bei meinem Eintreffen um halb elf, dass dem noch nicht so war - schließlich mussten noch Vorzelt, Grill, Tische etc. pp. aufgebaut werden. In Zone 3 musste dann kurz noch ein entlaufenes, schwarzes Galloway-Kalb eingefangen werden. Ok, könnte auch ein Hund gewesen sein. Nach und nach trafen dann auch die Athletinnen und Athleten von Crossfit Schmelztiegel, Crossfit Zollhafen, Crossfit GenGym, Crossfit Lakeshore, unserer Box sowie Boxenfreie und, was mindestens genauso wichtig war, die vielen gespendeten Kuchen und Burgerzutaten ein. Also für alle, die sich in diesem Jahr die Nutrition-Challenge erst mal nur aus sicherer Entfernung ansehen, war kulinarisch Einiges geboten und das gratis. Großartig!

Rennen 1, äh, Heat 1 fiel aus, mit Heat 2 und 2 Teilnehmern, einer davon unsere Kettlebell-Ikone Flo, wurde der Wettkampftag eröffnet. Jetzt auf jedes einzelne Rennen einzugehen, macht uns alle nicht glücklich, zumal die Ergebnisse vermutlich ohnehin über die üblichen Social-Media-Kanäle verbreitet wurden oder spätestens im offiziellen CrossfitGames Leaderboard zu sehen sind. Aber was blieb bei mir hängen?

·         Da war der Teilnehmer, der mir auffiel, weil er mit einer äußerst erstaunlichen Intensität etliche Athletinnen und Athleten anderer Boxen angefeuert hatte, z. B. Oscar oder Rick.

·         Generell die Fairness untereinander. Allen kam es in erster Linie darauf an, das Beste aus sich rauszuholen, und nicht mit allen Mitteln besser zu sein als X oder Y. Darauf erst mal ein Ghetto Faust.

·         Optisch und akustisch beeindruckend war der temporäre Ausnahmezustand in Zone 2. Seht es mir bitte nach, ich kenne die Personen (noch) nicht, aber gefühlt waren da ja kurzzeitig vermutlich Head-Coach, Mental-Coach, Vocal-Coach, kleiner Scherz, und  der Athlet in ein und derselben Zone. Und der Judge natürlich. Und dahinter eine Wand aus Fans. Da war mal richtig Alarm. Die Coaches haben beim Anfeuern ihres Schützlings vermutlich auch nicht recht viel weniger Kalorien verbrannt als ich während meines Workouts. Respekt!

·         Die Teilnehmerin, die wohl endlich eine persönliche Schallmauer durchbrochen und PR gecleaned haben musste, weil sie mit Freudenschrei einer Freundin um den Hals fiel und ewig und drei Tage nicht mehr los lies, dass ich mir schon dachte "Äh, die hat doch noch 30 Sekunden Zeit für mehr Gewicht." Herzlichen Glückwunsch nachträglich an dieser Stelle!

·         Meine persönliche Frage, ob Eva in ihrer "Moms who lift"-Klasse die Übung Alternating Maxi-Cosi-Snatch trainiert.

·         Und das muss ich jetzt auch mal erwähnen - die extrem gute Musikauswahl! Ganz ehrlich, anfangs dachte ich noch "Mhm, drückt man da nicht einfach auf Play, spielt eine Playlist ab und am Ende der Veranstaltung drückt man auf Stop?". Aber weit gefehlt. Durch den reibungslosen Ablauf bei der musikalischen Untermalung der sportlichen Großtaten einerseits und die fehlerfreie Auswahl an motivierenden Klassikern andererseits, war man beinahe motiviert, sich noch für das ein oder andere Heat anzumelden.

·         Das Erstaunen darüber, mit welch kleinen Füßen manche Teilnehmerinnen große Gewichte bewegen.

Abbildung       SEQ Abbildung \*
ARABIC    1       Size doesn't matter

Abbildung 1 Size doesn't matter

Mit Abschluss des letzten Heats war im Grunde auch die Veranstaltung beendet, aber während unsere Gäste leider schnell den Heimweg antraten, blieben erneut viele helfende Hände, um die Box wieder in einen trainingstauglichen Zustand zu bringen. Wenn ich mal überlege, wie viele Leute in irgendeiner Form mitgeholfen haben, dass die Veranstaltung wirklich die Bezeichnung Event verdient, kann ich nur sagen: Tolle Community! Mein persönliches Fazit: Ich freu mich auf 19.2 in unserer Box!

Jo, nun sind es doch wieder etliche Zeilen mehr geworden, als eigentlich gedacht. Eingefallen sind mir am Samstag ja zunächst nur unten aufgeführte Blogtitel-Kandidaten. Ich verabschiede mich.

·         The Cheesecake

·         CFWI - Cake Factory Wiesbaden

·         Burger, Burpees, Sensationen

·         Patties and Squats

·         Cleans and Cakes

·         Dirty Cleans

·         Schlechte Sicht in Zone 3!

·         Einmal die 88 in Zone 3! Die 88 in Zone 3, bitte!!!

 

Bis zum nächsten Mal,

Euer Stefan

Unsere Mitglieder in Aktion, Bilder by Eric Wittkopf

Si Opn

Leute, wir müssen reden.

Och nö.

Doch. Die Open stehen an, die Nerven liegen blank. Seit Wochen wird quasi jeder Post von Dave Castro hinsichtlich möglicher Hinweise auf die Open-Workouts analysiert. Gerüchten zufolge sollen verzweifelte Crossfitter nach Lesen des HIER verlinkten Artikels Tierheime gestürmt und sich mit Hundewelpen eingedeckt haben. Ich selbst ernähre mich fast ausschließlich nur noch von rohem Ei und kalten Bohnen aus der Dose und nach dem Training stehe ich gerne noch mal fünf Minuten andächtig in der Umkleide vor den Postern von Neal Maddox und Sara Sigmundsdóttir. Ok, eher vor Sara, Neal hätte sich ja wenigstens mal ein T-Shirt anziehen können, der alte Pressbär.

Die Dóttirs - Eine schrecklich nette Familie

Sind eigentlich schon mal jemandem diese unzähligen Dóttirs aufgefallen, die sich alljährlich alleine schon unter den Top 10 der Crossfit Games finden? Zum Beispiel 2017 Thórisdóttir, Sigmundsdóttir, Davidsdóttir auf den Plätzen 3, 4 und 5 oder im Jahr davor Davidsdóttir und Sigmundsdóttir auf Platz 1 und 3. Der geneigte Leser fragt sich vielleicht: "Mhm, wie schaffen es die Norweger, bei 5,3 Millionen Einwohnern (ist der gendergerechte Begriff eigentlich Einwohnende?) so viele Weltklasse-Crossfit-Athletinnen aus der Blockhütte zu zaubern?" Da muss ich kurz korrigieren. Gleiche Haarfarbe. Gleiche Flaggenfarben. Anderes Land. Norwegen hat in Anlehnung an die dänische Flagge ein weiß umrandetes, blaues, skandinavisches Kreuz auf rotem Hintergrund. Lange Geschichte, kann man evtl. kurz HIER nachlesen. Island dagegen, aus diesem Land kommen die oben genannten Damen nämlich, hat ein weiß umrandetes, rotes Kreuz auf blauem Hintergrund. Die Farben haben angeblich die Bedeutung Rot für vulkanisches Feuer, Weiß für Schnee und Gletscher und Blau für die Unterarmflecken beim Kettlebell-Snatch. Kleiner Scherz. Blau steht für den Atlantik und den Himmel. Aber der eigentliche Knaller: Island hat nur ca. 340.000 Insassen, äh, Einwohner!!! Einwohnende. Man stelle sich vor, Bielefeld würde vier Top-Crossfit-Athletinnen/Athleten stellen (mit Björgvin Karl Guðmundsson hat Island nämlich 2016 und 2017 auch noch einen Mann in den Top 10 platziert). Das bekommt nicht mal Berlin hin und da ist ja angeblich alles toller. Naja, zumindest die Flughafenbaustellen.

Die Dóttirs - Alles Schwestern?

Ne. Was die Namensgebung angeht, zitiere ich einfach, alleine schon, weil es so enorm informativ ist, mal meinen Reiseführer (Lutz Berger, Ulrich Quack: Island. Reisebuchverlag Iwanowski GmbH. 8. Auflage 2013. Seite 65): "Der Vorname des Vaters ist gleichzeitig - mit Zufügung von son oder dóttir - der Nachname des Sohnes oder der Tochter. Heißt der Vater z. B. Páll, sein Sohn Jón und seine Tochter Ásta, so tragen diese den Nachnamen Jón Pállson bzw. Ásta Pállsdóttir. Da dieser Nachname nicht - etwa durch Heirat - veränderbar ist, gibt es demzufolge keine Familiennamen, sondern in einer dreiköpfigen Familie können drei verschiedene Nachnamen vorkommen. Ausländer, die sich auf der Insel niederlassen wollen, müssen übrigens einen isländischen Nachnamen annehmen. Die Tatsache, dass über 80 % der Bevölkerung nach diesem System benannt sind, hat u. a. folgende Konsequenzen: Normalerweise nennen sich die Isländer beim Vornamen. Und die Telefonbücher sind nach Vornamen geordnet.

Selbst für den Fall, dass der Vater namentlich nicht bekannt ist, was hauptsächlich zur Zeit der amerikanischen Besatzung vorkam, fand man auf Island eine Lösung: Man benannte das Neugeborene einfach nach Hermann oder Hans! Denn Hermann ist nicht nur ein Vorname, sondern auch das isländische Wort für Soldat, also kann Herrmannsson sowohl "Hermanns Sohn" als auch "Soldatensohn" bedeuten. Und Hans hat außer der Namens- auch die Bedeutung "sein", sodass Hansson bzw. Hansdóttir sowohl "Hans Sohn/Tochter" als auch sein/e Sohn/Tochter" meinen kann..."

Strich auf dem A spricht sich übrigens meist "Au", Strich auf dem O spricht sich meist "Ou". So, zur Auflockerung ein über 40 Jahre alter Witz von Otto: Es gibt eine neue Pille für die Frau! Sie wiegt 3,5 Tonnen und wird abends vor die Schlafzimmertür geschoben!

Warum tust Du uns das an?

Tja, ich wusste selbst nicht, dass ich das heute alles schreibe. Eigentlich wollte ich dem Thema "Warum gibt es in Island so viele erfolgreiche Crossfit-Athletinnen und -Athleten?" auf den Grund gehen. Ich hatte schon umfangreiche Pläne geschmiedet, ein Sabbatical auf Island im Namen der Wissenschaft, unzählige Interviews und Reisen quer durch's Land, aber als ich bei google "crossfit iceland" eingegeben habe, habe ich als vierten Treffer gleich den Artikel "Talent in The Land of Fire & Ice – What Makes The Icelandic Athletes so Good?" gefunden. Ähm, das kommt meiner Frage dann doch erstaunlich nahe. Ich finde, der Artikel verdient es wirklich, gelesen zu werden, weswegen ich auch nicht zu viel über den Inhalt verraten möchte. Manche Inhalte kann ich aber aus eigener Erfahrung bestätigen und konnte sie bildlich festhalten.

Abbildung       SEQ Abbildung \*
ARABIC    1       Die Landeshauptstraße bei leichtem Schneefall. If you don't like the weather, just wait 5 minutes.

Abbildung 1 Die Landeshauptstraße bei leichtem Schneefall. If you don't like the weather, just wait 5 minutes.

Abbildung       SEQ Abbildung \*
ARABIC    2       Gefahren wie der Icelandic Cougar gehören zum Alltag. Die Raubkatze springt bis zu 9m weit und läuft bis zu 90 km/h schnell.

Abbildung 2 Gefahren wie der Icelandic Cougar gehören zum Alltag. Die Raubkatze springt bis zu 9m weit und läuft bis zu 90 km/h schnell.

Abbildung       SEQ Abbildung \*
ARABIC    3       Das tägliche Verkehrschaos schult die Sinne und stärkt die innere Ruhe.

Abbildung 3 Das tägliche Verkehrschaos schult die Sinne und stärkt die innere Ruhe.

Abbildung       SEQ Abbildung \*
ARABIC    4       So werden auch kleine Missgeschicke des Alltags, wie der Wasserrohrbruch bei Sigurdssons, erst mal für's heimische Fotoalbum abgelichtet.

Abbildung 4 So werden auch kleine Missgeschicke des Alltags, wie der Wasserrohrbruch bei Sigurdssons, erst mal für's heimische Fotoalbum abgelichtet.

Abbildung       SEQ Abbildung \*
ARABIC    5       Hákarl - Riecht strenger, als es aussieht, befreit aber die Atemwege.

Abbildung 5 Hákarl - Riecht strenger, als es aussieht, befreit aber die Atemwege.

Freiwillige vor

Übrigens, wie ich diese Tage lesen konnte, kann man sich seit 20. Februar auch als Volunteer für die Regionals bewerben, die ja für die Zone Europa in Berlin stattfinden werden. Für alle Interessierten hier mal der Link. Unbekannt ist mir allerdings, ob man den Stars im Bedarfsfall mit Trillerpfeife ein NO REP!!!!!!!!!!!!!! unbeschadet ins Gesicht brüllen darf oder Gefahr läuft, von Annie, Sara und wie sie alle heißen im Schwitzkasten aus dem Velodrom (das ist der Veranstaltungsort) gezogen zu werden.

Paukenschlag im CrossFit: Neue Ausstatter, neue Movements!!!

Zum Abschluss noch folgende sensationelle Neuigkeit: Zur Verwunderung der gesamten Sportwelt zeigen sich der Premiumwäschehersteller Wolford sowie die mittlerweile im Wesentlichen als Sneakerproduzent bekannte Marke Converse ambitioniert, gemeinsam die altbekannten CrossFit-Hersteller herauszufordern. In einem musikalisch untermalten Marketingvideo (Link siehe unten) wird nicht nur ein Ausblick auf die Damenkollektion der nächsten Saison gegeben, man beachte den kürzlich prognostizierten Kopfschutz, sondern auch der „Pushthebarbellfromthesideovertheheadandback-Walk“ als neue Teamdisziplin vorgestellt. Ja, unfassbar, mir fehlen die Worte, um nicht zu sagen die Wörter.

Euch allen wünsche ich jetzt aber erst mal viel Spaß und Erfolg bei den beginnenden Open und verabschiede mich mit einem anfeuernden GO!!!

Euer Stefan

What is the Open?

(english version below)

Also, was sind denn nun diese Open und warum redet jeder darüber?

Genau diese Fragen habe ich mir auch gestellt, als ich vor ein paar Jahren, frisch aus dem Basics Kurs, zusammen mit meiner Freundin Eva eines Abends in der Box stand und der Coach plötzlich irgendetwas von den OPEN erzählte. Was bitte meint er denn? Dann ging es weiter: Heute, sagte er fröhlich, machen wir ein OPEN WORKOUT, und dann wurde noch 11.4 ans Whiteboard gemalt. Die Fragezeichen verdichteten sich. Im Kopf ging ich alles durch, was ich im Basics-Kurs gelernt hatte: Clean&Jerk, Snatch, Sumo-Deadlift-HighPull – an sowas wie THE OPEN konnte ich mich partout nicht erinnern. Was hatte ich verpasst? Zu allem Überdruss warf er die Frage in den Raum: „Und, wer von euch hat sich denn schon für die diesjährigen OPEN angemeldet?“ Ich verstand nur Bahnhof. Rechts und links von mir schossen die Hände in die Höhe, alle ein breites Grinsen im Gesicht. Naja, egal was es ist, dachte ich mir, auf jeden Fall scheint es Spaß zu machen. Ich nahm all meinen Mut zusammen (so viel Mut, wie man als blutiger Anfänger braucht, um sich nicht als Vollhorst zu outen) und fragte in die Runde: „Was sind denn die OPEN?“ Jetzt wurde das Grinsen immer breiter und mein Nachbar drehte sich zu mir mit den Worten: „Melde dich einfach an, und dann wirst du schon sehen. Glaub mir, es macht riesig Spaß! Just wait and see“.

Also, was machte ich: Ich meldete mich online an, wartete ein paar Wochen bis Anfang Februar und fragte mich gespannt, auf welchen Spaß ich mich da wieder eingelassen hatte. Und von diesem Spaß möchte ich euch nun berichten, damit vielleicht das ein oder andere potentielle Fragezeichen auch aus euren Gesichtern verschwindet:

Die Open sind im Grunde genommen die Qualifikationswettkämpfe für die CrossFit Europameisterschaften (diese heißen REGIONALS und finden in diesem Jahr vom 11.05-20.05 in Berlin statt). Die Erstplatzierten der REGIONALS qualifizieren sich für die Weltmeisterschaften, die sogenannten GAMES. Die Qualifikationsworkouts finden ab dem 22.02. statt. Für fünf Wochen in Folge wird jede Woche von CrossFit Headquarters ein spezielles OPEN WORKOUT veröffentlicht. Man hat dann vier Tage Zeit, dieses Workout zu absolvieren und seine Ergebnisse in das digitale Scoreboard/Leaderboard einzutragen.

So weit, so gut. Aber ihr fragt euch – genau wie ich damals – sicherlich: Warum soll ich mich denn bloß für diese OPEN anmelden? Ich kann doch noch nicht einmal ein Pull-Up, geschweige denn einen Muscle-Up, und alle anderen können viel mehr Gewicht bewegen als ich? Nur, damit ich am Ende weiß, dass ich Nummer 879253 auf dem finalen Scoreboard bin? Hier findet ihr meine Antworten zu euren Bedenken:

-          Zunächst einmal sind die Workouts – wie alles im CrossFit – skalierbar. Es gibt die Kategorien wie RXd, Scaled, Masters, Teens etc.

-          Die Open sind ein unglaublich tolles Community Event. Ihr absolviert die Workouts nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen CrossFittern. Während dieser fünf Wochen wird es in unserer Box spezielle Zeiten geben (Friday Night Lights), in denen ihr die Workouts absolvieren könnt. Wir werden an den Wochenenden auch andere Boxen in der Region besuchen, um mit deren Mitgliedern gemeinsam die Workouts zu machen. This is fun!

-          Letztendlich ist eure Platzierung völlig unwichtig. Was wichtig ist, ist jedoch die Tatsache, dass ihr auf fünf ereignisreiche Wochen zurückschauen könnt, in denen ihr an eure Grenzen gegangen seid und am eigenen Körper erfahren habt, dass sich eure harte Arbeit ausgezahlt hat. Und erlebt zu haben, wie einen die Community durch das Workout hindurch angefeuert hat um am Ende ein High-Five zu vergeben, das ist doch die Quintessenz von CrossFit!

-          Man kann die Open mit jedem anderen großen Event vergleichen. Ungefähr so wie die Champions League im Fußball. Mit der Besonderheit: Alle Vereine und Mannschaften, egal ob 1. Liga oder Kreisliga C, spielen unter den gleichen Bedingungen, am gleichen Tag, das gleiche Spiel, und jeder erfährt die gleiche Wertschätzung für seine sportlichen Erfolge.

Also, wenn ihr euch anmeldet, dann werdet ihr am Ende erleben, wieviel Spaß die Open bringen und auch ihr werdet mit einem breiten Grinsen auf eurem Gesicht zu eurem Nachbarn sagen können: „Just wait and see!“


24837254_1674083335963452_5746459707214517299_o.jpg

Really, what is the Open and why is everyone talking about it?

Trust me, these are the same questions I had a few years ago when I started CrossFit with my good friend Eva. We had just finished the basics course a few months ago and then, one day, out of the blue, one of the coaches mentioned I had never heard of before: THE OPEN. Then, to be more specific, the coach introduced that we would do one of last year’s OPEN WORKOUT and then wrote something on the board: OPEN WORKOUT 11.4. Right there, the question marks began to grow on my face. In my head I was trying to remember the basics course, going through what I had learned: Clean&jerk, snatch, sumo-deadlift-high-pulls….but the word OPEN did not really ring a bell at all. What had I missed? To add to my total confusion, the coach asked: “So, who did already sign up for THE OPEN?” A few people raised their hands, big smiles on their faces. Well, I thought, I don’t know exactly what it is but whatever it is, people seem to have good memories about it. I put all my confidence together – that kind of confidence you can put together when you are a CrossFit-rookie – and finally asked: Sorry, but WHAT ARE THE OPEN? Heads turned towards me, some of them smiling even more: “Just sign up, wait and see! Really, it is best when you experience it for yourself!”

So I signed up not knowing what I was getting myself into, waited a few weeks till the following February, and had a blast! Now, in order for you to clarify and erase some of your potential question marks, let me enlighten you about THE OPEN:

The CrossFit Open are essentially the qualifying workouts for the European Championships (they are called THE REGIONALS and will be hosted in Berlin this year, 18.05-20.05.) At the REGIONALS you qualify for the CROSSFIT GAMES, you could call these the World-Championships of CrossFit. The initial qualifying workouts start on February 22nd, every week for five weeks in total, CrossFit Headquarters announces one workout and every athlete has four days to do the workout and then submit the scores into a digital leaderboard. At the end of those five weeks, the top athletes will be invited to the Regionals.

So far, so good. But I can see your question marks: “Why SHOULD I sign up for the OPEN then, I just started CossFit, I am nowhere close to getting a strict Pull-Up respectively a Muscle-Up, I can’t lift as heavy as everyone else in the gym, I’ll probably end up No. 879253 on the leaderboard, why should I do this?” The answer is pretty simple. Because:

-          First of all, you should know that there are different categories: RXd, Scaled, Masters, Teens – you can scale the workouts to your abilities. Like a regular WoD.

-          The Open are a community event. You don’t go through this on you own! During those five weeks, we will have specific times (Friday Night Lights) to do the workouts together in our box. We will also visit other boxes in the area to workout with members of their community, which is even more fun!

-          It is not the final number on the leaderboard that counts, but what’s important is that you can look back on your achievements and celebrate your hard work. To experience the community carrying you through the workouts and cheering you on is the quintessence of CrossFit.

-          Compare it to any other big sports event, say a marathon or a triathlon: you race the same course, at the same time, under the same circumstances as every other athlete, professional or amateur.

-          At the end of the day, once you have experienced your first CrossFit Open events, you will have a huge smile on your face! Just wait and see!

Die Open 2017 - Ein Rückblick.

Die Open 2017. Meine ersten Open überhaupt. Zuerst wollte ich mich gar nicht anmelden, aber Emu meinte, dass ich es nicht bereuen werde. Wie gut, dass ich mich mal wieder habe von Emu überreden lassen! Es waren die härtesten Workouts meines Lebens - bisher!

Das einzige, was gefühlt genau hart war, dürfte mein Tagestrip durch den Tongariro Nationalpark in Neuseeland in 2014 gewesen sein, bei dem ich meine mitgenommene Menge an Wasser gnadenlos überschätzt habe und nach drei Stunden Wandern und Klettern noch 5 Stunden ohne Flüssigkeit auskommen musste - bei 30 Grad in der Sonne.

Doch zurück zu den Open. Dieses fünf Wochen im Jahr, in denen Dave Castro uns alle bei den Ei…beim Ego hat und wir von Donnerstag auf Freitag nur schlecht schlafen können, weil uns schon graut vor dem, was wir uns Freitag Abend fürs Wochenende gönnen werden. Diese fünf Wochen waren eigentlich die geilsten fünf Wochen seit ich CrossFit machen. Wie wahrscheinlich viele bin ich die Gefühlsachterbahn durchlaufen, die alle erleben: Angst - Spannung - Wut („Das kann doch nicht sein, schon wieder Dumbbells! Spinnt der jetzt völlig?!“) - Nervosität vor dem Workout - Erleichterung und unbändige Freude nach dem Workout.

Was haben wir nicht alles durchleiden müssen. Dumbbells für Snatches, Dumbbells für Lunges, Muscle-Ups mit aufgerissenen Händen, Snatches mit unverschämten Gewichtssteigerungen, Deadlifts bis zum Umfallen, Wall-Balls und natürlich: Thrusters. Wir haben geschwitzt, wir haben gelitten und wir haben und gequält. Doch am Ende haben wir immer gelacht und gelernt, dass wir stärker sind als wir dachten.

Doch was nehme ich persönlich mit aus den diesjährigen Open?

 - Ich träume regelmäßig vom Dattel-Dip, den es zu unserer wunderbaren Open-Veranstaltung gab
 - Ich kann immer noch keine Muscle-Ups
 - Ich kann verdammt noch mal Snatchen!
 - No Reps sind scheiße
 - Judges, die mir einen No Rep attestieren bekommen einen speziellen Platz in der Hölle :P
 - Dave Castro ist ein A-Loch
 - Es macht verdammt noch mal großen Spaß, das Wochenende in unserer unfassbar coolen    und familiären Community einzuleiten
 - Ich bin nächstes Jahr definitiv wieder am Start!

Allen, die dieses Jahr nicht teilgenommen haben, kann ich nur empfehlen diesen Schritt nächstes Jahr zu wagen. Auch ihr werdet voller Spannung darauf warten, was auf euch zukommt, ihr werdet leiden und ihr werdet lachen. Aber vor allem werdet ihr merken, wie viel Spaß es machen kann, gemeinsam in der Gruppe diese scheinbar unmöglichen Workouts zu meistern.

Ich bin ein bisschen neidisch auf alle Rookies, die in den nächsten Wochen und Monaten neu dazukommen. Sie alle haben noch keine Ahnung von der Welt des CrossFit und den Open, die sie nächstes Jahr zum ersten Mal erleben werden. Und ich drücke ihnen die Daumen, dass ihr „Erstes Mal“ auch so unvergesslich wird wie meines. Und ja, ihr Schlawiner, ich rede von den Open!

Euer Max

17.3 - Unser täglich’ Snatch gib uns heute.

Anmerkung: Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen. Die Überschrift soll beschreiben, dass es im nachfolgenden Text um den Glauben geht. Nicht aber um einen kirchlichen Glauben, sondern den Glauben an sich selbst.

17.2 ist passé. In unsere Box ist wieder der Alltag eingekehrt, die Dinge gehen wieder ihren geregelten und routinierten Gang. Einzig die Klebeband-Markierungen am Boden zeugen noch vom Event des vergangenen Samstages.

Während die einen noch über Muskelkater im Hintern klagen, sind die anderen schon auf das nächste Workout gespannt, das Freitag gegen 2:30 Uhr per Livestream übertragen wird. Aus Recherchegründen hat sich der Rookie-Blogger dazu entschieden, mal reinzuschauen um zu sehen, wie die Stimmung so ist und wie das Ganze so aufgezogen ist. Nachdem das erfolgreich nicht geklappt hat, war die Spannung umso größer, als am nächsten Morgen Google befragt wurde:

Snatches und Pull Ups

„Na, herzlichen Glückwunsch.“ denke ich mir, als ich das Workout sehe. „Das eine kannst du nicht, das andere magst du nicht.“ Trotzdem wird auch 17.3 durchgezogen, und zwar gleich um 12 Uhr. Denn wenn ich durch CrossFit eines gelernt habe, ist es, dass man manchmal im Leben einfach nur durchhalten muss, egal wie schwierig oder hart die zu bewältigende Aufgabe gerade ist.

Während ich mich in der Box seelisch und moralisch darauf vorbereite, keinen einzigen Snatch mit dem vorgeschriebenen Gewicht auf die Kette zu bekommen, beschließe ich, das Ego vollständig in der Umkleide zu lassen. „Ach, fuck it. Ich probiere es einfach!“, denke ich mir, als ich die Gewichte auf die Langhantel schiebe. Während der Countdown die Zeit bis zum Start runterzählt, lasse ich mich also darauf ein, dass das ein schlechtes Workout wird, das ich einfach nur hinter mich bringen will. Ich lasse mich auf jede Menge „No rep!“-Rufe ein, die bei unsauberer Technik drohen und die zusätzliche Anstrengung, die ich für die korrekten Wiederholungen aufbringen muss.

„3, 2, 1, and TIME!“

Während ich schweißnass auf die Knie sinke, wird mir klar, dass ich heute zum ersten Mal 18 saubere Snatches geschafft habe - mit mehr Gewicht als jemals zuvor! Zwar war ich am Ende nicht sonderlich schnell und es waren nur 43kg, aber FUCK, ich kann snatchen! Als ich die Box verlasse und mein müder Körper von gleißendem Sonnenlicht eingehüllt werden, grinse ich über beide Ohren und google euphorisiert, ob auch anderen Menschen so etwas schon mal passiert ist. Und tatsächlich: Geschichten über Geschichten von Menschen, die im Open ihren ersten Muscle Up, Box Jump oder Klimmzug geschafft haben, oder von Menschen, die gemerkt haben, dass sie so viel stärker sind als sie immer dachten. Und ich glaube, das ist genau das, wieso - meiner Meinung nach - jeder CrossFitter an den Open teilnehmen sollte. Es ist vollkommen egal wer du bist, oder was deine Ambitionen sind, in erster Linie solltest du deine Komfortzone verlassen und dich etwas trauen. Du wirst merken, dass du mehr kannst als du glaubst - und es wird dich verdammt stolz machen. Und wenn du deine Komfortzone schon nicht selbst verlassen kannst, hilft dir Dave Castro dabei, der dich mit seinen Open-Workouts jede Woche vor eine neue Herausforderung stellt. Du wirst dich trauen, du wirst scheitern und du wirst Erfolg haben. Aber vor allem wirst du merken, dass die Welt so viel bunter und schöner ist, als innerhalb der Grenzen, die du dir in deinem Kopf selbst gesetzt hast.

Und wenn ihr mich fragt: Das ist mir die 20€ Anmeldegebühr verdammt noch mal wert.

Euer Max

17.2 - CrossFit Wiesbaden präsentiert sich von seiner besten Seite.

Ein kurzer Nachtrag zum letzten Artikel. Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame, die mich mit einem sadistischen Lächeln darum gebeten hat, erzähle ich euch noch, wie beschissen sich ein „No rep!“ anfühlt. Zuerst: Ein „No rep“ heißt, dass die Wiederholung einer Übung, deren Bewegungsablauf für die Open ganz eindeutig definiert wird, nicht korrekt ausgeführt wurde und man sie wiederholen muss. Alles schön und gut, schließlich sind wir hier nicht im Takka-Tukka-Land und außerdem muss alles seine Ordnung haben. Um euch aber mal einen Überblick darüber zu geben, wie beschissen diese beiden Worte in gegebener Situation sein können, anbei eine kurze Liste mit Sätzen, die ich, situativ gesehen, lieber hören würde:

•    „Wir haben nichts mehr zu essen da!“

•    „Die Welt geht unter!“

•    „Ben & Jerry’s ist pleite gegangen!“

•    „Ich habe aus Versehen dein Haus abgebrannt!“

•    „Dein Lottoschein mit den sechs Richtigen plus Superzahl ist aus Versehen im Schredder gelandet!“

Zum Thema. Am 4. März war es soweit: 17.2 wurde ausgetragen und CrossFit Wiesbaden hatte die umliegenden Boxen eingeladen. Während ein gewisser Rookie-Blogger aus Gründen erst verspätet zum Event kam, bot sich ihm ein Anblick, der ihn ziemlich erstaunt hat: Die Box war brechend voll! Um den abgesperrten Workout-Bereich tummelten sich unzählige Zuschauer, die den Athleten interessiert und begeistert beim Sporteln zugeschaut haben und die zudem eine riesige Essensauswahl geboten bekamen.

Über den ganzen Tag verteilt wurden sage und schreibe 60 Athleten durch 17.2 gebracht - eine Leistung, die vor allem der reibungslosen Koordination zu verdanken ist und der tollen Organisation des Events durch das Trainerteam und den vielen fleißigen Helfern.

Während in der Box selbst die Stimmung auf dem Höhepunkt war, fanden sich vor der Box die Athleten, die als nächstes würden antreten müssen, zum Warm Up ein. Im Beisein des unwiderstehlichen Burger-Duftes, der vom Grill in die Warm Up-Zone wehte, wird sich so mancher Athlet in diesem Moment sehr wahrscheinlich im Dilemma, frei nach Hamlet, befunden haben: Pre-Workout-Burger oder nicht Pre-Workout-Burger. Das ist hier die Frage!

Wie schnell man das Herz des Rookie-Bloggers erobern kann, der sich nach dem Workout ans Vernichten seines Post-Workout-Burgers* machte, zeigte der heimliche Star des Tages: der Frischkäse-Dattel-Dip, den Ilka zubereitet und mitgebracht hat! Vergesst alles, was ihr bisher gegessen habt und lasst euch das Rezept schicken!

Da ich meine Aufmerksamkeit ab und an auch mal von diesem Dip lösen konnte, kann ich euch begeistert mitteilen, dass auch dieses mal wieder sämtliche CrossFit-Boxen aus dem Umkreis - von Ortenau bis Giessen - mit ihren Athleten in sämtlichen vorstellbaren Altersgruppen (U18 bis Ü60) bei uns vertreten waren. Während das deutsch-amerikanische Flair für eine entspannte Atmosphäre sorgte, wurde doch wieder klar, dass alle Menschen hier eines gemeinsam haben: ihre Begeisterung für CrossFit. Mit jedem Besucher konnte man über CrossFit als Aufhänger ins Gespräch kommen und sich so schnell besser kennenlernen.

Viel zu schnell gingen die sechs Stunden rum, in denen CrossFit Wiesbaden kurz das Zentrum des CrossFit im Rhein-Main-Gebiet war. Schade eigentlich, dass wir das nicht häufiger machen. Andererseits kann man unseren Coaches ja auch mal den ein oder anderen freien Tag gönnen - immerhin werden die auch nicht jünger! ;)

Euer Max

* Okay, eigentlich waren es drei.

 

(Slideshow: einfach auf das Bild klicken)

CrossFit Open, die Erste. Eine Leidensgeschichte.

„Max, ich habe mir gedacht, dass es vielleicht doch besser ist, wenn du dich für die Open anmeldest. Auch für den Blog.“ - Nachricht von Emu. Ich lasse mich überreden und melde mich am selben Tag noch an. Dann, zwei Tage später, kommt die Vorfreude durch. Das ist so ein bisschen, wie wenn man in den Urlaub fliegt und sich vorher nicht wirklich informiert - alles ist neu und man hat nicht die leiseste Ahnung, was einen erwartet. Das mag ich aber. Hater würden jetzt sagen, dass ich das in meinem Klausuren auch so mache.

Freitag. 24.02., 7:30 Uhr. Mir fällt ein, dass das Workout für die erste Open-Runde (17.1) heute Nacht bekannt gegeben wurde. Neugierig schaue ich nach. „Bitte etwas, was ich kann!“ bete ich innerlich. Das Internet verrät: Dumbbell Snatches und Burpee Boxjumps. 10 & 15, 20 & 15, …, 50 & 15. Zeitraum: 20 Minuten. Ich stelle fest: Das wird die Hölle. Doch ich hatte nicht die geringste Vorstellung davon, wie hart das wird.

17 Uhr. Ich entschließe mich, etwas früher in der Box zu sein, um die Atmosphäre während der Workouts aus „neutraler“ Sicht aufzusaugen. Als ich ankomme, merke ich: Verdammt, ist das heute voll. Viele neue Gesichter, manche davon als Athleten und manche als Zuschauer, haben den Weg in unsere Box gefunden. Es liegt ein Mix aus Spannung und Euphorie in der Luft.

17:45 Uhr. Es wird ernst. Nach dem uns Marc gewissenhaft aufgewärmt hat, gehen wir in Position und warten auf das Startsignal. Janine, mein Judge, motiviert mich noch mal, aber ich bin schon im Fokus. 3…2…1…GO! Die Zeit läuft, ich stemme die Kurzhantel gen Himmel, senke sie ab, wechsle die Hand und wiederhole das Ganze. Und wieder und wieder. 10 Snatches geschafft, jetzt 15 Burpee Boxjumps. Burpee, aufrichten, positionieren, Sprung auf die Box. Das Herz pumpt schon. Sprung von der Box herunter, rumdrehen, Burpee. Und von vorn.

18 Uhr. Mittlerweile läuft meine vierte Runde. Ich habe also schon mindestens 60 Snatches und 45 Burpee Boxjumps hinter mir. Tendenz stark steigend. Während mein Blick immer glasiger wird und mein Herz in der Brust donnert, schleppe ich mich von Wiederholung zu Wiederholung. Ich sinke auf die Knie, Eva und Janine brüllen mich synchron an: „Komm hoch! Du hast es gleich geschafft!“. Ich schüttle meinen Kopf, ich kann nicht mehr. „Fuck, das kann jetzt verdammt noch mal nicht das Ende sein! Noch eine Minute… einfach durchziehen!“ schreie ich mich innerlich an. Mit dem letzten bisschen Kraft umgreife ich die Kurzhantel und ziehe sie am Körper hoch. Während die Uhr auf „20“ springt, lasse ich die Hantel fallen, sacke zusammen und liege wie ein angeschossenes Reh auf dem Boden. Während mein Herz noch nicht begriffen hat, dass es überstanden ist, spüre ich schon den Endorphinrausch. Geschafft! Es war verdammt hart, vielleicht die härtesten zwanzig Minuten meines Lebens. Aber es war so verdammt geil. In einer Woche ist das 17.2 dran. Ob das noch härter werden kann?

Findet es selbst heraus! Am Samstag, den 4. März könnt Ihr uns in unserer Box besuchen! Ob als Athlet, oder als Zuschauer, der sich einfach nur mal ein Bild dieser Atmosphäre machen möchte: Ihr seid herzlich willkommen! CrossFit Wiesbaden öffnet die Türen für euch. Von 11 bis 17 Uhr habt Ihr die Möglichkeit, das zweite Open Workout bei uns zu absolvieren.

Mehr Infos folgen diese Woche.

Wie ihr uns findet? Ganz einfach:

Hasengartenstraße 22

65189 Wiesbaden

 

Das Trainerteam und ich freuen sich auf Euch!

Euer Max