Meine ersten CrossFit Open

Hi mein Name ist Philip, ich habe vor 2 Jahren mit CrossFit angefangen und dieses Jahr zum ersten Mal an den CrossFit Open teilgenommen. Was sind die CrossFit Open? Das erkläre ich euch im übernächsten Abschnitt, zunächst zu einem viel wichtigeren Thema: Community

 

Vor kurzem habe ich einen Blog gelesen, warum CrossFit von so vielen Fans geliebt wird. Warum daraus fast schon ein „Hype“ geworden ist. Abgesehen von den sportlichen und gesundheitlichen Aspekten während des Trainings wurde vor allem der Community Gedanke beleuchtet. Als ich vor gut zwei Jahren mit CrossFit angefangen habe merkte ich schnell, dass Zusammenhalt ganz großgeschrieben wird. Anders als im Fitness – Studio, da hatte ich nicht das Gefühl Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Das war beim CrossFit irgendwie anders. Auf einmal habe ich mich abseits der Box bei Events wiedergefunden, auf dem Oktoberfest in Wiesbaden, Grillpartys aber auch während des Trainings bin ich viel mehr mit den Mitgliedern um mich herum in Kontakt gekommen. Mir war nicht mehr nur wichtig, dass ich irgendwie technisch sauber den Snatch hinbekomme, sondern ich freute mich über die Fortschritte der anderen und sie sich über meine. Vor allem können (fast) alle Übungen auf das jeweilige Fitness-Level und die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden und trotzdem wird der gleiche Trainingsreiz getroffen. Es ist keine Schande ein Workout oder eine Übung zu skalieren. Insbesondere wenn man schon einen Bandscheibenvorfall in der Vergangenheit hatte, ist das extrem wichtig.

Ein paar Mitglieder haben von einem internationalen Wettkampf schon einmal erzählt und dann stand das Event an: die CrossFit Open … Ein Wettkampf? Ich? Ich musste erst einmal herausfinden was dieses Open sind und machte mich auf die Suche.


Happy :)

Happy :)

Was sind die CrossFit Open?

Man kann sagen eine Art Vorrunde der CrossFit Games (die Weltmeisterschaften), die jährlich in Amerika stattfinden und wo „the fittest man/woman on earth“ gekürt wird (alle Netflix Dokumentationen in einer Nacht durchgesuchtet versteht sich von selbst!).  Jeder hat die Chance sich anzumelden und sich auf dem Leaderboard mit allen teilnehmenden Athleten zu vergleichen.

Die Besten erhalten ein Ticket für die CrossFit Games, aber es gibt noch die Möglichkeit über internationale Wettkämpfe (bspw. German Throwdown) seinen Platz für die Games zu sichern.

Die Open gehen fünf Wochen, jeden Freitag wird ein neues Workout vorgestellt, welches wir bei uns in der Box zusammen absolvieren. Anders als bei den normalen WODs werden diese Workouts von einem Judge begleitet. Er zählt deine Wiederholungen, schaut sich deine Ausführung an und leider sieht er auch den legendären No-Rep! Schmerzlichst erlebt letztes Jahr bei den Wallballs – geht dein Wallball nicht in das vorgesehene Ziel ist die Wiederholung ungültig – daher der Name „No-Rep“ ….also Schummeln geht schonmal nicht!

Deine Ergebnisse trägst du auf der Website ein und kannst dann nachschauen, wie alle anderen abgeschnitten haben.

Was ist das Besondere an den Open? 

Du kannst dich mit anderen vergleichen: Wo stehe ich? Was will ich mindestens erreichen? Woran muss ich noch arbeiten? Die Open bieten dir die Chance dich zu fordern und zu verbessern abseits des normalen Trainings. Man kann sein Leaderboard individuell nach Alter, Herkunft, Beruf angleichen und sich mit gleichartigen Personen vergleichen.

Abgesehen davon ist die Atmosphäre einzigartig. Egal wo ich stehe oder was ich erreichen will, um mich herum feuern mich die anderen Mitglieder an und jubeln mir zu. Noch ein Ansporn alles zu geben! Man kann nicht beschreiben, wie sich die Atmosphäre ändert, wenn fünf Mitglieder um einen herumstehen, alle das gleiche Workout absolvieren und den die Strapazen gemeinsam durchmachen, alle motivieren sie gegenseitig weiterzumachen.

Es ist wie in einem Tunnel, man hört das Rufen teilweise nicht, aber sie meinen mich und ich mache weiter. Die Pausen werden kürzer, statt 10 Sekunden Luft holen kämpfe ich weiter, Wiederholung für Wiederholung. Dieses Gefühl ist unbezahlbar.

Die Open sind die Zeit für Erste-Male, der erste Klimmzug oder die erst Liegestütze. Alles ist möglich. So war es auch bei mir – ich habe meinen ersten Doubleunder geschafft, meinen ersten Handstand-Pushup. Ich bin mir sicher, es lag am Support, an der Atmosphäre und am Kampfgeist.

Die Anmeldung für die Open kostet 20 Euro – klingt zunächst nach viel und muss jeder selber entscheiden, aber wie sagt man so schön: No risk, no fun und den Spaß konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Zu meiner Platzierung: ich habe nur knapp die Top Ten verpasst und bin auf einem soliden Platz 81.889 von 195.562 gelandet. Aber das ist egal – das nächste Mal bin ich wieder dabei.