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Zwei Wochen Basics im Rückblick

Heute haben die CrossFit Basics geendet – 7 Termine, die uns Neueinsteiger auf die WODs vorbereiten sollten. Wie sie waren, erfahrt ihr in diesem Post. Anfangs waren meine Gedanken ehrlich gesagt: Wofür brauche ich einen Einsteiger-Kurs, ich habe lange mit Gewichten trainiert, war ein paar Mal früher in CrossFit Boxen zu Besuch und dachte: Das kann ich schon irgendwie. Irgendwie ist ein gutes Stichwort – denn mehr als irgendwie kann ich keine Pushups, Squats, Cleans. - irgendwie klappt es schon, aber wirklich technisch sauber ist das nicht.

Zudem besteht CrossFit aus so vielen verschiedenen Übungen, die alle englische Namen haben, dass es anfangs schwer ist, einen Überblick zu bekommen. Umso besser, dass wir in diesen 7 Terminen alles ganz langsam erklärt und vorgeführt bekommen. Die Trainer nehmen sich wirklich für jeden Einzelnen genug Zeit, kennen schon nach kürzester Zeit die Namen, sodass es alles sehr familiär und freundschaftlich ist – obwohl wir uns alle erst wenige Male gesehen haben. Die Übungen sind alle hoch komplex – sodass auch vermeintlich „einfache“ Übungen wie Overhead Squats uns alle vor Herausforderungen gestellt haben.

Wir waren eine bunt gemischte Gruppe – von Sportneulingen bis hin zu erfahrenen Athleten jeder Sportart und Altersklasse und trotzdem haben wir uns alle von Anfang an sehr wohl gefühlt. Jede Einheit endete mit einem Muskelkater, der mich, die es gewohnt ist, viel und intensiv zu trainieren, vor neue Herausforderungen gestellt hat. Auch Übungen, die ich bisher nur bei den CrossFit Games oder Instagram bewundert habe, wie Ring Dips oder Handstand Pushups, haben wir gelernt und durften uns daran versuchen – bis ich solche Übungen beherrsche, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Umso schöner ist es, auch bei den einzelnen Terminen Fortschritte zu bemerken und die Motivation zu verspüren, alles zu geben – die mir oft fehlt, wenn ich alleine trainiere.

Die Mischung aus dem Erlernen der Technik und einem anschließenden WOD hat uns jedes Mal an unsere Grenzen gebracht und uns schon erste „CrossFit Luft“ schnuppern lassen – ich freue mich darauf wie es weitergehen wird. Gerade hochkomplexe technische Übungen sind nach wie vor schwierig, obwohl wir jede Woche Fortschritte machen konnten. Ich freue mich darauf zu sehen, wie es weitergeht!

 Ich finde es bewundernswert und genau richtig, dass CrossFit Wiesbaden so einen Fokus auf die richtige Technik legt –  gerade um Verletzungen vorzubeugen. Vielen Dank für diese Einführung in Crossfit!

 

 

Hallo, ich bin Feli, 25 Jahre alt und komme aus Wiesbaden. Ich habe Jura studiert und starte bald ins Referendariat. Zudem bin ich sportlich sehr aktiv und betreibe sowohl Schwimmen als auch Laufen sehr regelmäßig und ambitioniert.  Früher habe ich Triathlon gemacht, dann etwas Kraftsport, dann wieder Triathlon und nun wage ich mich an CrossFit – ich freue mich darauf, neue Erfahrungen zu sammeln und mich so richtig auszupowern! Ihr findet mich auf Instagram unter @trainforcandies.

Hallo, ich bin Feli, 25 Jahre alt und komme aus Wiesbaden. Ich habe Jura studiert und starte bald ins Referendariat. Zudem bin ich sportlich sehr aktiv und betreibe sowohl Schwimmen als auch Laufen sehr regelmäßig und ambitioniert.

Früher habe ich Triathlon gemacht, dann etwas Kraftsport, dann wieder Triathlon und nun wage ich mich an CrossFit – ich freue mich darauf, neue Erfahrungen zu sammeln und mich so richtig auszupowern! Ihr findet mich auf Instagram unter @trainforcandies.

Mein erstes Training bei CrossFit Wiesbaden

Am Sonntag startete mein Basics Kurs und ich konnte das erste Mal so richtig CrossFit Luft schnuppern – auch wenn ich früher schon einiges an HIIT und Functional Training ausprobiert habe, habe ich noch nie „so richtig“ CrossFit betrieben. Umso aufgeregter und nervöser war ich als es am Sonntag um 10.30 Uhr los ging. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern wurden wir von den Trainern sehr freundlich und individuell begrüßt und empfangen und uns wurden die Räumlichkeiten gezeigt (die übrigens super cool und sauber sind). Danach haben wir uns in der Gruppe versammelt, jeder hat sich kurz vorgestellt, seinen Namen genannt und erzählt, warum er mit dem CrossFit starten möchte. Auch unsere Trainer haben sich kurz vorgestellt und danach haben wir ein lustiges Aufwärmspiel gespielt, um uns alle besser kennen zu lernen. Anschließend ging es daran, die Übungen zu lernen – beginnend mit Burpees, verschiedenen Squat Varianten und Push Ups. Wer jetzt denkt: „Das kann ich doch alles schon“ wurde schnell eines besseren belehrt – unter anderem ich.

Als langjährige Sportlerin, die auch einige Zeit intensiv Kraftsport betrieben hat, habe ich den Kurs am Sonntag unterschätzt und bin vorher noch im Schwimmtraining gewesen. Mit den Worten: „Ach, wir lernen heute nur einige Übungen, das wird nicht so anstrengend“ verabschiedete ich mich von meiner Mutter, aß eine Brezel als Frühstück und fuhr nichts ahnend zum CrossFit. Einen Tag später sitze ich hier und schreibe diesen Beitrag mit Muskelkater in Schultern und Beinen. Die Übungen wurden uns detailliert beigebracht unter Berücksichtigung der individualen Fähigkeiten jedes Kursteilnehmers, sodass wir uns alle wohl und gut aufgehoben fühlten. Die Trainer kannten uns gefühlt alle sofort mit Namen, sodass ich mich nicht nur als „die Neue“ fühlte, sondern sofort einen persönlichen Bezug zu den Trainern bekam – und nebenbei ihre Fitness und Muskulatur ganz schön bewunderte. Wenn ich bis Sonntag dachte: „Ach, ich weiß doch, wie man Squats, Burpees und Push ups macht“, wurde ich ebenfalls eines besseren belehrt. Wenn ich normale, schnelle „Pumper-Liegestütze“ mache, schaffe ich immerhin noch ca. 30, von den CrossFit Liegestütze eine einzige, bevor ich skalieren muss. Dasselbe gilt für Squats: Während ich es gewohnt war, Trainingsumfänge a 5 Sätze a 25 Kniebeugen zu machen, sind die Air Squats ohne Gewicht für mich so anstrengend, dass jeder einzelne ganz schön hart war – vor allem weil ich mich so darauf konzentrieren muss, meinen Körper gerade und die Brust offen zu halten.

Als Abschluss haben wir dann unser erstes richtiges CrossFit WOD absolviert: 7 Minuten AMRAP – der Tod. Wie man sich in 7 Minuten so aus dem Leben schießen kann, wie es mir mit einer Stunde laufen nicht gelingt, war mir bis Sonntag ein Rätsel. Umso erschöpfter kam ich nachhause, präsentierte sofort meinem Freund alle Übungen und strahlte den restlichen Sonntag durch – umso motivierter, am Donnerstag direkt weiterzumachen mit dem Basics Kurs.

Eure Feli

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CrossFit - The Beginning

How did I end up here and why did I stay ?

Hey folks,

Welcome to what I hope is the first of many blogs to come !

I have been thinking for weeks on where to start and finally concluded that the beginning is as good a place as any. The beginning of my very own CrossFit story. Do not fear, I do plan to share all kinds of things and not just my own personal stories. In fact, I would like to share many of the interesting facts I have discovered. Facts that will help us understand why the torment of our trainers is worth every drop of sweat and every single stinging muscle. There really is logic to all this madness !!

So why CrossFit ?

How did I end up in a CrossFit box in Wiesbaden? It certainly was something that, 12 months ago, I would never have dreamt of. So here a little background…

Back in 2016 (June) I broke the top of my hip, you know the bit that goes into the joint.... kind of important for all things involving mobility. The upshot was, I required a total hip replacement. I was 43 and this news sent me into orbit. I love sport and rarely sit still. My one true passion (well up to that point anyway) was tennis. Not just hobby tennis but also at a competitive level.

I had the operation and was assured, I had received the best implant possible for young folks that are active. So there I was, end of June 2016, stood up on crutches and sporting a brand new full titanium ceramic hip prosthesis. Mobility was at an all time low.

7 months later

The operation was a great success ... from a surgeon’s perspective but not really from mine. I still was not me and I certainly wasn’t as mobile as I wanted to be.

I did everything the doctors told me to do including 8 weeks of rehabilitation. I continued with physiotherapy, long past what was medically advised and still, I was not getting where I wanted to be. I had planned to be back on the tennis court for the next season league starting May 2017. I still had a long way to go and time was running out.

I tried various fitness studios but it was futile. Sometimes, I felt I knew more than the trainer because I had been researching my issues for so long. I knew I was crooked, I knew my squat was ‚crap‘ and yet no one corrected me. Something had to change!!!

The Discovery

It was back to the drawing board or in my case back to the internet for me. As crazy as it sounds, the internet was really the only source of any kind of information for someone in my situation. All other literature focused on older generations. I felt lost and abandoned. Surely I cannot be alone !

This was when I read a blog about a guy who had had a double hip replacement. He reported on how he had returned to CrossFit. I had never ever heard of CrossFit before. This was my chance.

And so the journey began ...

I googled CrossFit and my interest was immediately sparked. Next was to google CrossFit and Wiesbaden, although I didn’t really expect this concept to have arrived within driving distance of my home. Lo and behold, I got quite a few hits. I clicked through the various websites and there it was ‘CrossFit Wiesbaden - Smarter Coaching, Better Training, Safer Results. Wow wow wow, had I finally found something to suit my needs?

I hit the mail button and dropped an enquiry. I received a phone call more or less the same day from Emu. A lovely young man as my mum would say J He explained a little about CrossFit and listened patiently to my entire story including my 2 top goals:

1. Be able to put my socks on standing up

2. Be able to touch the ground with my hands

I was in luck. There was space in a basics course one week later. I was already convinced this was the way to go and so I turned up at Basics - Day one. It was still dark in the early evening, so as I pulled up, I could clearly see the end of a WOD in progress. I remember staring through the glass thinking these guys are nuts and you are nuts for being here. I cannot remember who it was but another beginner stood behind me and was obviously thinking the same. We took deep breaths and pushed the door open. This was the first step towards my now other favorite passion, CrossFit.

Sticking at it?

As hard as starting CrossFit is, there was always a reason not to give up. One thing that I loved was the immediate sense of belonging I had. It didn’t matter if I was lifting an empty bar beside Mark Brohm who lifting a full bar. We were all training towards the same goal and even though I had to scale way way way down, I still felt I was doing something right. I felt I was achieving small steps with every visit to the box and those steps were real physical progress. My hands were getting closer to the ground and my knee could be raised higher – I was getting very close to being able to put my socks on standing up.

Everyone at the box is so nice and supportive. All the trainers know that I sometimes need to deviate. Doing CrossFit does not mean I forget that I have a precious gift inside that I must look after. It is rarely an issue – there is always something equally torturous for me to do – like weighted overhead lunges instead of banded sprints !! CrossFit was what I needed to not only rebuild but to continue building on my new strength and in the end exceed my goals.

I did play tennis last season but more importantly I can put my socks on standing up! Believe it or not it’s still hard work but I can do it. My hands can also touch the floor and I can do sit-ups without feeling the world is about to end. Functional training at its best.

Another fantastic element of CrossFit is being able to measure and feel your progress. Even if it is just holding a plank 10 seconds longer or suddenly being able to scale up a little.

Recently, we did a Burpee warm-up whereby we had to do 8,10,12,14,... burpees every minute on the minute. I was dreading it. My relationship to the burpee is fraught at best and then it happened. Round 1, I did my 8 burpees and stood up. As I rested, I looked around. There were some folks still doing burpees – had I counted wrong? This couldn’t be true. But it was. Progress when I least expected it. So even the things you hate or dread, they too get easier. Stick at it. The feeling is even more fabulous when you break through a barrier on those elements that really challenge you. I know I never thought I would see the day that I would not be the last one getting off the floor in a round of burpees!

Where do we go from here...

I hope my meandering thoughts have been of some interest.

I would love to continue to blog for you as I still research a lot about why we snatch or do overheads. Why are we are made to do bear walks and what is the point of stuff like Burgener warm-ups.

So for now good-bye and remember – you may not be there yet but you are definitely further than you were yesterday.

Take good CrossFit care of yourselves from someone who last year thought the CrossFit games were absolute madness but this year totally gets it ❤

 

Róisín

Der Abschiedsblog

Vor knapp einem Jahr habe ich mit CrossFit und diesem Blog hier angefangen. Das bedeutet, dass ich mittlerweile schon ein ganzes Jahr lang diesen Sport betreibe, der mir immer noch so viel Spaß macht wie am ersten Tag. Ich habe gelernt zu snatchen und zu cleanen, mir wurde gezeigt, dass es manchmal doch ganz sinnvoll ist, echte Trainer über seine Technik schauen zu lassen, aber vor allem habe ich gelernt, dass es Situationen gibt, in denen man einfach mal dranbleiben muss. Ob in einem 40-Minuten-WOD oder beim Üben dieser vermaledeiten Double-Unders, die ich immer noch nicht richtig beherrsche. „Schwere Gewichte kriegt er hoch, aber wenn es an technische Sachen geht, wird es eng!“ sagen die Coaches gerne. Und damit haben sie leider Gottes nicht ganz Unrecht. Denn so sehr sich meine übergreifenden Kraftwerte deutlich verbessert haben (das haben sie wirklich, liebe CrossFit-Hater!), umso weniger gut habe ich technische Übungen wie Pistol Squats, Double Unders oder Muscle-Ups gelernt. Während Pistol Squats zumindest in der ersten Phase ganz gut klappen (der Weg nach unten) und ich an guten Tagen auch mal zehn Double Unders am Stück schaffe, warte ich weiterhin auf meinen ersten Muscle-Up. Aber wie heißt es so schön: Gut Ding braucht Weile.

Doch, wenn ich auf das knappe Jahr zurückschaue, was sind meine Highlights? Davon gab es nämlich einige! Zuerst waren da die Basics-Tage, in denen ich das erste Mal in die CrossFit-Welt reinschnuppern konnte und gemerkt habe, dass auch ein 5-Minuten-Workout abartig anstrengend sein kann. Dann kam der Movember, in dem sich viele Männer in unserer Box Schnauzbärte für den guten Zweck haben stehen lassen und ein beachtlicher Spendenbetrag zusammengekommen ist. Im Februar und März folgten dann meine ersten CrossFit Open und mit ihm meine härtesten Workouts, die ich bis dahin absolviert habe. Und mein Abschneiden kann sich sehen lassen und wird sicherlich in die Top 10 der steilsten CrossFit-Rookie-Aufstiege eingehen: Ich habe den 646.298. Platz geholt und die Qualifikation für die Regionals damit nur ganz knapp um etwa 646.297 Plätze verpasst. Unglaublich, ich weiß! Dann, im April und Mai, war die Phase, in der ich meine Masterarbeit abgegeben habe und einen Monat frei hatte, bevor ich vollständig ins Berufsleben gestartet bin. In dieser Zeit hatte ich, meiner Meinung nach, auch meine bisher beste Form, sowohl optisch als auch leistungsfähig. Pünktlich zu dieser Zeit wartete am Memorial Day das Workout „Murph“ auf mich, das mir noch mehr abverlangte als alles jemals zuvor. Dieses für mich knapp einstündige Workout hat mich danach für Tage außer Gefecht gesetzt, da ich nicht nur am ganzen Körper Muskelkater hatte, sondern auch komplett aufgerissene Hände, was ich den 100 Pull-Ups zu verdanken habe, die ich absolvieren musste.

Seit diesem Zeitpunkt merke ich aber, dass ein anständig geschriebener Blog aktuell mehr Zeit kostet als ich habe. Das Berufsleben macht es im Allgemeinen deutlich schwieriger, alles unter einen Hut zu bekommen, weswegen ich es zur Zeit maximal drei Mal pro Woche ins CrossFit schaffe. Die Pendelei zwischen Mainz, Frankfurt, Wiesbaden und wieder Mainz kostet nicht gerade wenig Zeit, was sich besonders bemerkbar macht, wenn man dazu kein Auto hat und sich nur mit dem ÖPNV bewegt. Deshalb und aus Gründen einer kreativen Pause muss ich diesen Blog auf unbestimmte Zeit pausieren lassen.

Ich möchte mich daher bei all jenen bedanken, die den Blog regelmäßig verfolgt, gelesen und dadurch meine anfängliche Reise begleitet haben. Mich hat es immer wieder gefreut, wenn Leute auf mich zukamen und mir gesagt haben, dass sie meinen Blog lesen und mögen. Das war der Hauptgrund wieso ich alles dafür getan habe, keinen Mist abzuliefern, nur um den Blog für aktuelle Woche „weg zu haben“. Es hat mir immer großen Spaß gemacht, meine Gedanken zu „Papier“ zu bringen und somit Euch, aber auch mir eine Art Reflexion des Erlebten bieten zu können.

In diesem Sinne: See you at the box!

Danke!

Max

PS: Hier seht ihr noch ein paar Bilder, entstanden im letzten Jahr.

6 Monate CrossFit - Teil 2.

Nachdem ich im letzten Beitrag auf die 6 Monate CrossFit Wiesbaden zurückgeblickt habe, beschäftige ich mich heute mit einem eher persönlichen Rückblick. Dafür unterteile ich den Beitrag in zwei Teile: 1. Was hat sich nicht geändert? 2. Was hat sich geändert?

1. Was hat sich nicht geändert:

Die WODs. Ganz ehrlich, als ich vor einem halben Jahr angefangen habe dachte ich, dass man sich mit der Zeit an die harten Workouts gewöhnt, weil man ja irgendwann mal alles soweit gemacht hat und dementsprechend weiß, was auf einen zukommt. Leider musste ich feststellen, dass dem nicht so ist. Dadurch, dass es gefühlt eine Million verschiedene Übungen gibt, die miteinander kombiniert werden können, ergeben sich daraus leider auch noch viel mehr Kombinationen, die einen an die Grenze treiben können. Genau genommen bin ich mir gar nicht sicher, ob ich irgendein WOD in diesen sechs Monaten tatsächlich zwei mal gemacht habe, was mich einerseits erstaunen lässt, mich andererseits aber auch an meiner Gedächtnisleistung zweifeln lässt. Im Endeffekt ist das aber auch egal, weil keine Erinnerung daran = nie gemacht.

Meine Motivation. Wenn ich daran zurückdenke, wie motiviert ich ins Abenteuer CrossFit gestartet bin, kann ich heute aufrichtig behaupten, dass von meiner Lust auf die tägliche Qual nicht viel auf der Strecke geblieben ist. Jedes Mal, wenn ich es nicht zum WOD geschafft habe, lag das entweder an meiner Masterarbeit, der Arbeit oder daran, dass ich krank war. Bisher kannte ich das eher so, dass ich vor dem Gang ins Gym eher spontan Bock auf entspannen, Film gucken, McDonald’s oder ähnliches hatte.

2. Was hat sich geändert:

Meine Kraft. Wo ich anfangs noch dachte, dass ich krafttechnisch gut dabei bin, wurde ich schnell eines Besseren belehrt, als es an die Overhead Squats, die Snatches und die Clean and Jerks ging. Solche Übungen sind verdammt komplex, weshalb sie im regulären Fitnessstudio so gut wie nie zu sehen sind. Der Vorteil an diesen Übungen ist, dass sie den ganzen Körper beanspruchen. Der Nachteil ist, dass sie den ganzen Körper beanspruchen. Und man sich anfangs vorkommt wie der größte Körperklaus. Über die Zeit hinweg merkt man aber, dass hinter dem ganzen Konzept von CrossFit ein Plan steckt. Mit jeder Übung die gemacht wird, stärkt man langfristig den ganzen Körper. Das heißt, dass man selbst dann besser wird bei den Overhead Squats, wenn man sie gar nicht direkt trainiert.

Meine Ausdauer. Während ich zu Beginn meines Abenteuers unter einer gängigen Pumper-„Krankheit“ gelitten habe, hat sich das mittlerweile stark verbessert: schwere Dinge in ein mehrstöckiges Haus schleppen. Früher, als Masse noch Klasse war, hat mein Körper schon ab dem zweiten Stock stark angefangen auszulaufen wie ein nasser Schwamm, den man ausdrückt. Das hat sich durch alle Lebensbereiche gezogen, sei es beim Schleppen der Einkäufe, als Umzugshelfer, oder beim Sprint zur Bahn. Mit steigender metabolischer Konditionierung (Metcon) merke ich, dass ich langsam auch endlich mal wieder graue und hellblaue Oberteile anziehen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass meine Mitmenschen anfangen, irgendwelche Schweißmuster zu deuten.

Mein Wohlbefinden. Jeder kennt sie, diese richtigen Scheißtage. Am liebsten würde man seine Sachen in die Ecke feuern, sich betrinken oder mit Essen vollstopfen und sich seinem Schicksal ergeben. Ich habe für mich (Ess-Typ) herausgefunden, dass ein harter Weightlifting-Part mit anschließendem Metcon Balsam für meine Seele ist. Während des Trainings ist man so sehr damit beschäftigt durchzuhalten, dass man keinerlei Gedanken an seine Probleme verschwendet. Und nach dem Training ist man so platt, dass man den kürzesten Weg über die Dusche ins Bett wählt. Tiefer und fester Schlaf ist bereits inklusive.

Insgesamt kann ich euch nur an Herz legen, CrossFit eine Chance zu geben. Wenn auch nur einer der genannten Punkte auf euch zutrifft, seid ihr genau richtig dafür. Dafür gibt es unsere Bring-a-friend-Tage und die Basic-Kurse. Der nächste Basic-Kurs startet beispielsweise schon am 1. Mai.

Euer Max

Rest Day

Rest Day.

 Was genau ist Regeneration? Ich frage Wikipedia: „Unter Regeneration werden Prozesse verstanden, die zur Wiederherstellung eines physiologischen Gleichgewichtszustandes führen. Sie stehen immer im Bezug zu einer vorausgehenden Belastung und haben (wieder-)versorgende Funktion.“.

Okay, so weit - so gut. Das klingt ja erst mal nach einer willkommenen Ausrede, um keinen Sport machen zu müssen und gemütlich auf dem Sofa rumfläzen zu können, dabei Bier und Chips zu vernichten und nebenbei die neueste Folge „Game of Thrones“ zu schauen. Stimmt teilweise auch! Während von Alkohol in der Regenerationszeit allerdings abzuraten ist, kann ein leichter (!) Kalorienüberschuss dafür sorgen, dass die Regeneration schneller voranschreitet. Statt Chips würden sich gesunde Snacks, wie Nüsse, Eier oder Obst eher anbieten, da der Körper sie zu größeren Teilen verwerten kann und man dadurch „mehr vom Brutto“ hat, oder anders gesagt: Kalorien nehme ich so oder so zu mir, wenn ich etwas esse - die Frage ist nur, was kann ich meinem Körper damit Gutes tun, wenn ich gesündere Dinge esse.

Aber wie läuft Regeneration eigentlich?

Angenommen, ich mache Sport, verausgabe mich und fühle mich nach dem Workout völlig platt und entscheide mich, den Rest des Tages ruhig anzugehen. Unser Körper arbeitet trotzdem weiter auf Hochtouren, denn eine körperliche Belastung geht meist einher mit sogenannten „Mikrotraumata“, also mikroskopisch kleinen Rissen in den belasteten Muskeln. Gleichzeitig werden die Muskeln mit Laktat übersäuert. Wir kennen diese Effekte als Muskelkater.

Doch egal, wie stark der Muskelkater ist, die erwähnten Mikrotraumata bilden die evolutionäre Überlebensgrundlage unseres Körpers!

Wenn sie auftreten, sorgt der Körper dafür, dass diese Risse geschlossen und die Muskelfasern dicker - und somit widerstandsfähiger - werden. Die Wissenschaft nennt diesen Effekt „Superkompensation“, wir kennen diesen Effekt als „fitter werden“. Unser Körper wird also stärker, schneller und ausdauernder.

Für diesen Prozess braucht der Körper allerdings Ruhe, denn es ist wie bei einer Hautwunde: Wenn ich sie andauernd belaste, wird sie nicht heilen.

Wenn Du also mal wieder starken Muskelkater hast, nimm Dir doch mal einen Tag Auszeit und gib deinem Körper die Erholung, die er benötigt. Dabei kannst du ganz entspannt die neueste Folge Game of Thrones schauen - und dazu leckeres selbstgekochtes Curry essen, das du mit einem alkoholfreien Weizen genießt. Und mach’ Dir keine Sorgen wegen der zweiten Portion - dein Körper wird es Dir danken.

 

Dein Max

 

 

Wer macht eigentlich alles CrossFit?

Wer macht eigentlich alles CrossFit?

Sicher, ihr habt schon viel über CrossFit selbst und uns gelesen. Daher habe ich mich gefragt: Wer macht eigentlich sonst noch alles CrossFit? Google weiß hier bestimmt eine Antwort.

Zum Beispiel Channing Tatum!

Die Frauen lieben ihn, die Männer wollen sein wie er. Wer sich also schon immer mal gefragt hat, wo der Kerl seinen Body her hat - die Antwort lautet CrossFit. Laut eigener Aussage mag es Tatum nicht, wenn er zu massig ist, weil er sich dann nicht mehr gescheit bewegen kann. Kann ich verstehen! Wenn ich einen Baum bräuchte, um mich am Rücken zu kratzen, würde irgendetwas falsch laufen. Seine beeindruckende Athletik hat er bereits in Filmen wie Magic Mike (ich weiß, liebe Damen, ihr schaut den nur wegen der Choreos!), oder G.I. Joe unter Beweis gestellt. Wen spuckt Google noch so aus? Ich recherchiere weiter. Und stoße auf Cameron Diaz. Die mittlerweile 44-jährige Schauspielerin aus San Diego, CA sagt, dass ihr Sport mindestens genauso wichtig ist, wie Schlafen, Essen und Atmen. Um sich und ihren Körper fit zu halten, schwört sie auf CrossFit. Erstmals damit in Kontakt gekommen ist sie durch ihren Exfreund Alex Rodriguez, der ein CrossFit-Profiathlet ist.

Auch Jason Statham, Mr. Transporter himself, macht CrossFit. Für eine Filmrolle hat er in sechs Wochen 17 Pfund Gewicht verlieren müssen und dafür sechs Tage die Woche CrossFit gemacht. Über den Sport selbst sagt er, dass das Workout „Mord ist, ein Albtraum gar - und ganz und gar unbezahlbar.“. Dagegen meint Kelly Clarkson, eine bekannte US-amerikanische Popsängerin, dass sie sich durch CrossFit einfach in Form bringen will. Sie macht CrossFit für ihre Psyche, denn sie fühlt sich viel besser, wenn sie nach einem harten Workout mit Endorphinen durchflutet ist. Außerdem liebt sie das Essen - ganz klar ein Vorteil von Sport: man kann sich mehr gönnen!

Und jetzt aufgepasst, liebe Damenwelt! Auch Brad Pitt steht auf CrossFit. Er liebt es, die kurzen, aber knackigen Workouts in seinem eh schon ziemlich vollen Terminkalender (Beruf, sechs Kinder und wütende Exfrau) unterzubringen. Die unglaubliche Figur des Stars unzähliger Filme gibt ihm Recht. Wenn ich mit Anfang fünfzig mal so aussehe, trinke ich zur Feier des Tages erst mal ein kühles Bier. Alkoholfrei. Na gut, Gerstensaft. Okay, Orangensaft, wegen der Vitamine. Oder eben direkt einen Proteinshake.

Die oben genannten Stars sind nur ein Auszug der noch längeren Liste von Stars, die seit längerer Zeit auf CrossFit schwören. Wer sich jetzt dazu berufen fühlt, in die sportlichen Fußstapfen seiner Lieblingspromis zu treten, der kann sich das Ganze Spektakel bei uns in der Box unverbindlich anschauen, oder direkt im Einsteigerkurs (ab dem 2. Januar) durchstarten. Dazu müsst ihr einfach eine Mail an info@crossfitwiesbaden.com schreiben, oder euch über Facebook melden.

 Wie ihr euch auch entscheidet, ich würde mich freuen, euch in der Box kennenzulernen und auf eine gemeinsame Entdeckungsreise im CrossFit zu gehen.

 Bis dahin,

Max

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Quellen:

http://www.shape.com/celebrities/celebrity-photos/fit-celebrities-who-swear-crossfit

http://www.ranker.com/list/celebrities-with-stage-names/celebrity-lists

CrossFit. Eine Gute-Nacht-Geschichte.

Es war einmal, vor langer Zeit, in einem weit, weit entfernten Teil der Erde, in dem immer die Sonne scheint und Mieten unfassbar hoch sind, da lebte ein junger Mann namens Greg. Ein junger Mann, der die Stars und Sternchen des Landes als Privattrainer quälte. Das machte er so gut, dass die Burgherren der beschaulichen Stadt Santa Cruz, CA auf ihn aufmerksam wurden und ihn baten, die ansässigen Gesetzeshüter fitter zu machen. Diese waren von einer revolutionären Süßigkeit, die im Grunde genommen nur aus einem frittierten Teigring mit Schokoglasur bestand, leider aus der Form geraten. Nachdem er sich der Ordnungshüter angenommen hatte, realisierte er, dass ein dicker Bizeps zwar massiv aussieht, aber keine Verbrecher fängt. Er fing an, das Trainingsprogramm zu modifizieren und etablierte statt dessen Übungen mit hoher Intensität, die Speckringe schneller schmelzen lassen, als der Klimawandel die Polarkappen. Bizepscurls wurden gegen Pull Ups getauscht und auf der Deadlift wurde um Cleans und Snatches ergänzt. Greg wollte damit erreichen, dass besagte vollschlanke Gesetzeshüter ganzheitliche Körperübungen machen, um alle Muskeln des Körpers gleichmäßig zu beanspruchen.

 Das hatte zur Folge, dass diese Polizisten privat davon profitierten. Dem ewigen Genöle der Ehefrauen zuvorkommend, steigerte diese Art von Training die Leistung in anderen Lebensbereichen ebenfalls. So waren signifikante Leistungssteigerungen im Bereich des Kuhmelkens zu verzeichnen. Auch den Kleiderschrank konnte man beim Umzug mal eben aus dem dritten Stock in die Umzugskutsche und dann zurück in den sechsten Stock der neuen Heimatburg transportieren - alleine. Auch in eher horizontalen Situationen waren erhebliche Leistungssteigerungen erkennbar. Lediglich auf das Abklatschen nach vollbrachter, hochintensiver Leistung konnte der neue Polizist nicht verzichten.

 Und wie die Jahre ins Land gingen, schlossen sich immer mehr Menschen dieser Art der Ertüchtigung an, weshalb es heute mehr als 13.000 solcher Sportstätten weltweit gibt. Greg schaffte es, z.B. auch Feuerwehrmännern, Schauspielern oder Profi-Rittern ein neues Körpergefühl zu verschaffen. Doch auch, und das macht das Training so besonders, Hausfrauen, Mütter und Rentner halten sich mit diesem Sport fit. In gemeinschaftlicher Atmosphäre feuert der Super-Ritter den Rentner an, wenn dieser mit seinem WOD Schwierigkeiten hat, man beackert gemeinsam das Feld, oder feiert große Feste miteinander.

 Außerdem entstand das jährliche Highlight, die CrossFit Games, die in eben jener Region mit den horrenden Mietpreisen stattfinden. Die Gewinner dieses Wettstreites dürfen sich „Fitteste/r Ritter/in der Welt“ nennen und haben sich diesen Titel redlich verdient.

 Heute kennt man dieses Training als CrossFit.

Und Greg? Wenn er nicht gestorben ist, snatcht er wohl noch heute.